Antikapitalistische Linke in Hamburg

Aufbruch und Weiterentwicklung

„Werden die Linken aus der LINKEN verdrängt?“ haben akl-Bewegte auf einer Veranstaltung am 4.6.2011 im Bürgerhaus Wilhelmsburg gefragt. Mit der Entwicklung unserer Partei unzufriedene Linke hatten sich damit zu ihrer „Gründung“ versammelt.

Im Zuge der antikommunistischen Hetze gegen DIE LINKE – die zum Teil aus der Parteiselbst inszeniert wurde – haben wir seitdem Stellung bezogen.

Nun sind wir einen Schritt weiter gegangen und haben uns am 16. März 2012 im Parteibüro Altona zu einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) in Hamburg zusammengeschlossen. Wir betrachten uns dabei als Teil einer Partei, die dadurch lebt, dass sie vielfältige Ansätze linker Politik in sich vereinigt, ohne in alte Reflexe des innerparteilichen Ausschließlichkeitsanspruchs zurückzufallen. Gerade der Meinungskampf linker Strömungen unterschiedlicher Ausrichtung ist Begründungszusammenhang für die Existenz unserer Partei, die ohne diese Pluralität überflüssig ist.

Die Aufbruchsstimmung wurde durch einmütiges Abstimmungsverhalten erneuert und untermauert. Unser Ziel ist eine antikapitalistische Gesellschaft! Dazu bedarf es einer klar antikapitalistischen Partei. In diesem Sinne wollen wir inner- und außerhalb der Partei DIE LINKE wirken, damit wir auch weit über die Parteigrenzen hinaus wahrgenommen werden bei unseren Versuchen, zusammen mit außerparlamentarischen Bewegungen die notwendigen Prozesse gesellschaftlicher Kräfteverschiebung in Gang zusetzen.

Die Macht über das Wie, wie wir leben und wie wir arbeiten, wird auf der einen Seite durch die Produktionsmittelbesitzer bestimmt. Und nicht nur das Angebot des täglichenBedarfs (Nahrung, Kleidung, Wohnung) wird für die Mehrheit der Menschen fremdbestimmt.

Zum anderen werden die staatlichen Strukturen von ihren Verwaltungen hegemonisiert. Im Ergebnis führen Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft immer nur zur Doppel-Herrschaft von zwei systemerhaltenden Fraktionsblöcken. Der Struktur des Staates und der Produktion eine Struktur der gesellschaftlichen Selbstbestimmung entgegensetzen – das ist unser Ziel!

Entscheidend für eine aktionsorientierte antikapitalistische Linke ist nicht die Schaffung einer Struktur für sich, sondern unsere Arbeitsweise. Wir wollen uns nicht einer Strukturanpassen, sondern die Struktur soll einem gemeinsamen Willen dienen. Und dies ineiner produktiven Wechselwirkung als gesellschaftliches Wesen und der Selbstverwirklichung.

Der Landesarbeitsgemeinschaft akl. hamburg geht es um die Bewegung, die den jetzigen Zustand aufhebt!

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