Soziale Standards durch Arbeitszeitverkürzung stärken! (Junisitzung)

Die „Linke Hafenkonferenz“ am 1.und 2.Juni 2015 beginnt mit dem 1. Forum zur Internationalen Solidarität. Untertitelt mit der Feststellung: „In allen europäischen Seehäfen haben wir es mit Privatisierungen und Angriffen auf soziale Standards zu tun.“ Die Parteiströmung „Antikapitalistische Linke“ (AKL) möchte diese Konferenz mit der Kampagne der Partei DIE LINKE „Das muss drin sein“ verbinden.

Die Kampagne soll ein neuer Anker werden, der die Spaltung von Prekären, Erwerbslosen und Kernbelegschaften bearbeitet. Wachsende Arbeitsbelastung der Kernbelegschaften auf der einen Seite und prekäre Beschäftigungsverhältnisse auf der anderen Seite sind die Herausforderungen an die moderne Arbeiterklasse.

Die Automation von Arbeitsvorgängen potenzierte die Arbeitsproduktivität und führte zu einer Vernichtung vieler Arbeitsplätze. Der moderne Hafenarbeiter bewegt enorme Mengen an Waren und sorgt durch den Containerumschlag für Milliardengewinne der Hafenunternehmer. 2011 gab es in Hamburg 801 Seeschifffahrtsunternehmen mit einem Umsatz von 17 194 Millionen Euro bei 14 776 Beschäftigten. Jeder Beschäftigte sorgt also für mehr als eine Millionen € Umsatz und das war im Krisenjahr, als es den Reedern gerade richtig schlecht ging. Durch die Intensivierung der Arbeit sind die Hafenarbeiter einer steigenden Belastung ausgesetzt. Die Gefahr der Arbeitsunfälle steigt. Trotz Container-Automatisierung gibt es weiterhin den Bedarf nach Aushilfs- und Leiharbeitern, die etwa im Autoumschlag eingesetzt werden. Sie werden schlecht bezahlt und haben keine regelmäßige Beschäftigung.

Die Verkürzung der allgemeinen gesellschaftlichen Arbeitszeit trägt dazu bei, die Arbeitsbelastung umzuverteilen. Wieso sollten die einen arbeiten bis zum Umfallen, während die anderen um jeden Job betteln müssen? Jedoch muss die Arbeitszeitverkürzung mit dem Ziel verbunden werden, eine Umverteilung von den Gewinnen zu den Löhnen zu erzwingen.

Uns von der AKL geht es darum, die gesellschaftliche (gesetzliche) Arbeitszeit in den Fokus der Diskussion zu stellen. In gewerkschaftlichen Debatten spielt die Frage der Arbeitszeit neuerdings wieder eine größere Rolle. Diese Debatten leiden jedoch unter dem Mangel, dass sie den qualitativen Unterschied zwischen tariflichen Arbeitszeit-regelungen und einer gesetzlichen Beschränkung der Arbeitszeit kaum reflektieren. Nur Letztere bezieht wirklich die Gesamtheit der abhängig Beschäftigten ein.

Auf dieser Hafenkonferenz wollen wir darüber ins Gespräch kommen, uns austauschen, um eine gemeinsame Veranstaltung zu planen.

Wir laden euch zum nächsten AKL-Treffen, am Montag, den 8.Juni um 19 Uhr im Magda Thürey Zentrum, Lindenallee 72 ein, um das Thema konkret anzugehen.

Maisitzung

hiermit lade ich euch zu unserem Treffen am
Montag, den 11. Mai ab 19 Uhr im Magda-Thurey-Zentrum ein.

Als Schwerpunktthema sollte die Bundesparteikampange „Das muss drin sein“ stehen.

Hier im besonderen die Arbeitszeitverkürzung. Hier sollten wir uns eigene Positionen erarbeiten.
Als weiteren TOP sollten wir über die Lage im Landesverband uns austauschen.
Mit solidarischem Gruß
Tilman